Content Marketing: die große Nummer?

Liebe Kunden, liebe Freunde,

Content Marketing? Steht wahlweise kurz vor der Heiligsprechung oder ist nur eine weitere Sau, die durchs Marketer-Dorf getrieben wird. Oder: irgendwas dazwischen. Den Schluss lassen jedenfalls die diversen Bewertungen zu. Macht man daraus eine grobe Lagertheorie, kommt man grob auf drei Parteien: Erstens, die Fans, Schwärmer etc. (Content Marketing löst alle Probleme).

Zweitens, die Ja-und-Nein-Sager (Je nach Positiv-Negativ-Gewichtung: von Content Marketing löst viele Probleme bin hin zu Content Marketing löst manche Probleme). Und zu guter Letzt, die Schwarzseher, Bedenkenträger usw.

Was führen die drei Parteien nun als Gründe an? Beginnen wir mit den reinen Nein-Sagern. Hier hört man oft, wenn auch nicht nur das Alter-Wein-in-neuen-Schläuchen-Argument: Content – das bedeutet nicht mehr als Inhalt, halt auf neudeutsch. Und Kommunikation ohne Inhalte, die gibt es eh nicht. Man selbst jedenfalls habe noch keine Kampagne ohne Content (Texte, Bilder) gesehen. Kurz, man behauptet, mit Content wird nur eine Selbstverständlichkeit begrifflich neu gefasst. Gibt es da einen berechtigten Einwand? Ja!

Content-Marketing kann etwas Einmaliges leisten. Es bietet mir einen sofortigen, d.h. direkt verwertbaren Nutzen. Und das ist auch schon der entscheidende Unterschied zu Werbung, selbst wenn sie stark nutzenorientiert konzipiert ist. Letztere stellt mir bei Kauf eines Produkts oder eines Service den Nutzen in Aussicht bzw. verweist auf diesen. Bei Content Marketing, im Best Case wohlgemerkt, ist der Content selbst das Produkt bzw. die Dienstleistung, die mir Nutzen bietet (Dass darüber natürlich dann die eigene Marke ins Spiel kommt und gewinnbringende Produkte verkauft werden sollen, ist eine andere Geschichte).

Kommen wir zu den absoluten Ja-Sagern. Hier fällt einem bei einigen der Fürsprecher eine Begründung auf, die man das Einzige-Licht-im-Dunkel-Argument nennen könnte. Zugespitzt funktioniert das im Kern so: Behauptet wird, alles, was auf einer Push-Strategie basiert, ist Mist. Klassische Werbung funktioniert nicht. Online-Werbung ebenso wenig. Folglich gilt:

Content Marketing allein löst das Problem des Werbeverdrusses. Wirklich? Gekoppelt wird dieses Erlösungsversprechen jedenfalls mit teils utopischen Ausblicken auf die nächsten Jahre. Tatsache ist: Content Marketing hat sich etabliert. Und es gibt genügend Werbetreibende, darunter auch Big Spender, die ihr Invest in Content Marketing in kommenden Zeiten deutlich erhöhen möchten. Andererseits: Was heißt das schon? Zunächst einmal nicht viel mehr, als an den Erfolg einer Sache zu glauben. Und man hat so an so einiges geglaubt. Sicher erinnert sich noch mancher an den Hype um Neuromarketing. Und? Hat der vermeintliche „Blick ins Gehirn“ bisher wesentliche Fortschritte für das Marketing gebracht? Arbeiten Agenturen, die ihre Kreationen auf Neuromarketing abstellen, erfolgreicher als andere? Ich denke, wer einen Ansatz als allein seligmachend hinstellt, wird mehr seinem Wunsch nach schneller Kohle gerecht als den Wünschen seiner Auftraggeber.

Kurzum, Sie merken wahrscheinlich schon auf was das Ganze hier hinausläuft. Und ja, es stimmt: Ich verorte mich selbst in der Partei der Ja-und-Nein-Sager.

Content Marketing bietet Chancen, hat aber auch Grenzen. Für mich ist es primär ein Instrument, um verschiedenste digitale Kanäle zu bespielen, dort relevante, nutzerorientierte Informationen zu platzieren, die gern gelesen und geteilt werden, und Reichweiten aufzubauen. Was im günstigsten Fall Kunden bindet und neue bringt. Wie das geht? Erfahren Sie in Kürze – hier natürlich.

Bis bald, Ihr Sven Orthey

 

Sven Orthey

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