Content Marketing: danebenliegen einfach gemacht.

Liebe Kunden, liebe Freunde,

ja und nein, halb nein, halb ja: Vor ca. 2 Wochen ging es darum, was für Ansichten zu Content Marketing im Umlauf sind. Anders heute. Heute geht es ganz um die praktische Seite. Was muss ich bei meinem Content Marketing besonders beachten, ist jetzt die Frage.
Um dabei auch gleich diesen Content zu Content Marketing unterhaltsamer zu machen, hier nun statt Erfolgsregeln eine Handvoll mit etwas Humor gewürzte Anti-Erfolgstipps. Versteht sich von selbst, dass Werbetreibende diese Regeln eigentlich nur ihren Mitbewerbern empfehlen sollten. Denn: Grandios scheitern wird man damit auf jeden Fall.

Tipp Nr. 1: Machen vor Denken setzen
Grundsätzlich: einfach loslegen. Den Schwung der Anfangsbegeisterung mitnehmen. Verschwenden Sie keinen Gedanken − noch nicht mal einen halben −  an Planung und Strategie. Werfen Sie stattdessen jedem nicht gleich von Ihrem spontanen Content Marketing zu 100 % euphorisierten Mitarbeiter Totalverweigerung vor. Sind Sie der Chef? Dann setzen Sie solche „Bedenkenträger“ gleich vor die Tür. Und versprühen Sie kräftig den neuen Success-Spirit, am besten in der Variante Goldgräberstimmung.

Tipp Nr. 2: Anspruchsgruppen komplett vergessen
Klären Sie nicht groß, wen Sie überhaupt ansprechen wollen. Dieser Spar-ich-mir-Effekt zahlt sich gleich aus – Sie halten sich nicht damit auf, die Bedürfnisse Ihrer Anspruchsgruppen zu erforschen. Und: vermeiden Unterscheidungen nach relevanten Kategorien wie B-t-C und B-t-B. Manche mögen beides für unerlässlich halten. Sie aber wissen es besser und können gleich mit Tipp Nr.3 voll durchstarten.

Tipp Nr. 3: keinen Kopf über Themen machen
Relevanz? Nützlichkeit? Einzigartigkeit? Wer sich keine Gedanken über seine Anspruchsgruppen macht, muss auch keine strengen Kriterien an seine Themenauswahl anlegen. Fackeln Sie nicht lange rum: Erstellen Sie mehr oder weniger austauschbaren Content, kopieren Sie notfalls Teile Ihrer Firmenbroschüren oder lassen Sie Praktikanten dran − alles gut und schön. Aber hören Sie auf keinen Fall auf Leute, die sagen, dass gerade im Content Marketing nur Inhalte zählen, die wirklich differenzierend und zugleich nutzbringend sind. Gewappnet mit dieser Einstellung haben Sie sicher auch keine Probleme mit Tipp 4.

Tipp Nr. 4: immer alles raushauen
Wer die Chance sein Know-how darzustellen oder seine Markenbekanntheit zu erhöhen, locker beiseiteschieben kann, hat es leichter. Der Verzicht auf Differenzierung verschafft unzählige Themenoptionen.  Und das ohne über einen Redaktionsplan nur nachzudenken. Sie können also ganz unbeschwert so viel Me-too-Content fabrizieren, wie Sie möchten und jede Menge Inhalte für alle möglichen desinteressierten Leute verfügbar machen.

Tipp Nr. 5: nicht um Formate und Kanäle kümmern
Die logische Folge von keinen Plan zu Anspruchsgruppen und Inhalten zu haben, ist: keinen Plan zu Formaten und Kanälen zu haben. Ohne Mehraufwand können Sie auch hier ganz wahllos bleiben und nach dem Gießkannenprinzip verfahren.
Ultimativer Tipp: es ganz anders machen!

Bleibt vielleicht noch die Frage nach dem ROI. Wenn Sie die ersten 5 Tipps befolgen, investieren Sie so gut wie nichts. Erhalten dafür aber auch – richtig, so gut wie nichts. Besser: Greifen Sie auf Leute zurück, die was von Content Marketing verstehen, zum Beispiel uns.

Bis bald, Ihr Sven Orthey

 

Sven Orthey

abc EUROPE GmbH, Robert-Bosch-Straße 3a, 56410 Montabaur